Ein-Wort-Suche
Wird nur ein Wort gesucht (z. B. Putin), wird zusätzlich eine Suche über Namensbestandteile ausgeführt. So kann auch ein Treffer wie Vladimir Putin gefunden werden und es wird sichergestellt, dass jede sanktionierte Entität, die das gesuchte Wort enthält, gefunden wird.
Achtung: Unterschiedliches Standardverhalten
Einzelprüfung: standardmäßig aktiviert
Monitoring: standardmäßig deaktiviert
API: Bei method=1 standardmäßig aktiviert. method=2 orientiert sich an Einstellung des Monitorings (siehe unten), kann aber durch Setzen des Parameters single_word_search überschrieben werden
Bei einer Einzelprüfung prüft man bewusst genau einen Datensatz.
Hier ist die Ein-Wort-Suche sinnvoll, weil sie relevante Treffer eher sichtbar macht und falsche/fehlerhafte Eingaben im Zweifel nur geringe Treffermengen verursachen.
Im Monitoring (automatische Listenprüfung) werden große Mengen an Namen automatisiert verarbeitet. Erfahrungsgemäß enthalten viele Exporte aus CRM-/ERP-Systeme häufig fehleranfällige Daten in den Namensfeldern. Wenn die Ein-Wort-Suche standardmäßig auch im Monitoring aktiv wäre, könnten sehr viele unnötige Falschtreffer entstehen.
Im Kundenbereich unter Stammdaten / Einstellungen gibt es die Option: Ein-Wort-Suche im Monitoring aktivieren.
Diese Funktion sollte mit Bedacht und erst nach vorheriger Prüfung Ihrer Datensätze aktiviert werden, um zu viele falsche Treffer zu vermeiden. Aktivieren Sie diese Funktion, wird das Verhalten nur auf neue Datensätze angewendet, die nach Aktivierung importiert werden oder im Falle von Sanktionslisten- / PEP- / Watchlistupdates ab Datum der Optionsaktivierung.
Nutzen Sie die API, so ist die Ein-Wort-Suche über standardmäßig aktiviert. Setzen Sie single_word_search=0, deaktivieren Sie diese Option für die gestellte API-Abfragen. Nutzen Sie method=2, orientiert sich die Option an der Einstellung im Kundenbereich. Sie können die Einstellung für die Abfrage(n) jedoch überschreiben: Ist im Kundenbereich für das Monitoring die Ein-Wort-Suche deaktiviert, können Sie bei Nutzung von method=2 und single_word_search=1 für diese Abfrage die Ein-Wort-Suche aktivieren. Zu beachten ist aber, dass die nachfolgenden Prüfungen im Rahmen des Monitorings für diesen importieren Datensatz mit der Einstellung aus dem Kundenbereich fortgeführt werden.
Automatische Bereinigung
In der Praxis enthalten Namen aus ERP-/CRM-Exporten oft fehlerhafte Zeichen, zum Beispiel:
»*½
S*?:Qý
E***Debitor***
Solche Zeichen sind keine echten Namen und führen in der Praxis zu falschen Ergebnissen. Deshalb filtert easycompliance automatische diverse Zeichen vorab heraus. Erlaubt bleiben nur sinnvolle Namenszeichen (Buchstaben, Zahlen, Leerzeichen, Apostroph, Bindestrich). Sonder-/Steuerzeichen wie `%`, `*`, `<`, `>`, `?` usw. werden vor der Suche entfernt. Dadurch kann es sein, dass bei bestimmten importierten Namen unsere Filter greifen, wodurch nur noch ein Namensteil übrig bleibt und ggf. die Ein-Wort-Suche in Kraft tritt.
Beispiele
Beispiel 1: „sauberer“ Ein-Wort-Name
Eingabe: Putin
Ergebnis:
Einzelprüfung: Ein-Wort-Suche aktiv → Vladimir Putin kann gefunden werden.
Monitoring: nur wenn die Option im Kundenbereich aktiviert wurde.
Beispiel 2: fehlerhaft importierte Name
Eingabe: %**<<*
Ergebnis:
Vor der Suche werden Sonder-/Artefaktzeichen entfernt.
Übrig bleibt nur ein fachlich brauchbarer Suchbegriff (oder leer, falls nichts Sinnvolles übrig bleibt).
Dadurch sinkt die Gefahr breit streuender Zufallstreffer auf Grund von Namensbestandteilen, die in sanktionierten Entitäten vorhanden sind.
Beispiel 3: Ein-Wort-Suche wird ggf. aktiviert
Eingabe: *** PUTIN %%%
Ergebnis:
Vor der Suche werden Sonder-/Artefaktzeichen entfernt.
Übrig bleibt nur ein fachlich brauchbarer Suchbegriff (in diesem Fall Putin)
Die Ein-Wort-Suche wird ggf. aktiviert und liefert Treffer zu Vladimir Putin